IT-Forensik · Versicherungen

Warum sollte eine Versicherung LanCologne mit der unabhängigen IT-forensischen Aufklärung eines komplexen Schadenfalls beauftragen?

Bei hohen Schadenwerten braucht eine Versicherung keine vorgefertigte Antwort, sondern eine technisch belastbare Entscheidungsgrundlage.

Enquire without obligation

Warum diese Frage für eine Versicherung wichtig ist

Bei streitigen oder wirtschaftlich bedeutenden Versicherungsfällen genügt es nicht, dass eine technische Erklärung lediglich plausibel klingt. Entscheidend ist, ob die für die Regulierung relevante Tatsachenbehauptung anhand der vorhandenen digitalen Daten nachvollziehbar belegt werden kann.

Technical investigative approach

LanCologne richtet die Untersuchung an der konkreten Beweisfrage aus, sichert und bewertet relevante digitale Spuren nachvollziehbar, prüft Gegenhypothesen und trennt Befund, Interpretation und rechtliche Bewertung.

Where the limits of what can be said lie

Das Ziel ist nicht, möglichst viele belastende Auffälligkeiten zu finden. Ziel ist eine Antwort, die auch dann fachlich Bestand hat, wenn sie von einem anderen qualifizierten Forensiker kritisch überprüft wird.

Why LanCologne?

Versicherungen müssen gerade bei hohen oder streitigen Schäden Entscheidungen treffen, deren wirtschaftliche Tragweite erheblich sein kann. Eine IT-forensische Untersuchung ist dann nur hilfreich, wenn sie nicht auf ein gewünschtes Regulierungsergebnis zugeschnitten ist.

LanCologne beginnt deshalb mit der konkreten technischen Beweisfrage. Welche Tatsache muss geklärt werden? Welche digitalen Quellen können hierzu überhaupt eine belastbare Aussage liefern? Welche Daten sind rechtmäßig verfügbar? Erst danach wird der Untersuchungsumfang festgelegt.

Entscheidende Befunde werden soweit erforderlich auf Ebene der Primärdaten validiert. Automatisierte Auswertungen, Reports und spezialisierte Forensiksoftware sind Hilfsmittel; sie ersetzen nicht die fachliche Prüfung der zugrunde liegenden Artefakte. Wenn unterschiedliche Werkzeuge oder Parser zu abweichenden Ergebnissen gelangen, wird die Ursache der Abweichung untersucht statt eines Ergebnisses allein wegen des verwendeten Produkts zu vertrauen.

Besonderen Wert legen wir auf Gegenhypothesen. Ein Befund wird nicht nur darauf geprüft, ob er die naheliegende Erklärung stützt, sondern auch darauf, ob reguläre Systemprozesse, Synchronisation, Wiederherstellung, Administration oder andere technische Abläufe dieselbe Spur erzeugt haben könnten.

Das Ergebnis muss zwei Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Die Schadenabteilung und die Rechtsvertretung müssen die Kernaussage ohne Spezialwissen verstehen können; ein weiterer qualifizierter IT-Forensiker muss die technische Herleitung anhand der dokumentierten Daten und Untersuchungsschritte überprüfen können.

Unsere Arbeitsweise

1Technische Beweisfrage eindeutig vom rechtlichen Ergebnis trennen.
2Verfügbare und erforderliche Datenquellen identifizieren.
3Herkunft, Zustand und Integrität der Untersuchungsdaten dokumentieren.
4Relevante Primärdaten und Artefakte untersuchen.
5Zeitangaben einschließlich Zeitzonen und unterschiedlicher Zeitsemantik normalisieren.
6Tragende Befunde durch unabhängige Quellen oder alternative Methoden validieren.
7Gegenhypothesen und reguläre technische Erklärungen mitprüfen.
8Bestätigende und widersprechende Befunde gleichwertig berücksichtigen.
9Datenlücken und deren konkrete Auswirkungen auf die Aussage dokumentieren.
10Befund, Interpretation und rechtliche Bewertung voneinander trennen.
11Technischen Anhang so führen, dass eine qualifizierte Gegenprüfung möglich bleibt.
12Schlussantwort präzise auf die gestellte Beweisfrage begrenzen.

Unabhängigkeit bedeutet auch, ein vorhandenes Ergebnis zu bestätigen

Eine Gegenprüfung ist keine Suche nach einem Gegenargument. Ergibt die erneute Untersuchung, dass ein bereits vorliegender Befund technisch sauber hergeleitet und reproduzierbar ist, wird dies genauso eindeutig dokumentiert wie ein tatsächlicher methodischer oder sachlicher Widerspruch. Diese Ergebnisoffenheit ist gerade bei hohen Schadenwerten wesentlich.

Verständlicher Hauptteil und prüfbarer technischer Anhang

Der Hauptteil beantwortet die Beweisfrage in klarer Sprache und trennt gesicherte Feststellungen von Interpretationen und offenen Punkten. Im technischen Teil werden die entscheidenden Datenquellen, Identifikatoren, Integritätsinformationen, Zeitbezüge, Artefaktfundstellen und Validierungsschritte dokumentiert. Dadurch bleibt die Untersuchung auch für eine spätere fachliche Gegenprüfung nachvollziehbar.

LanCologne für komplexe und streitige Versicherungsfälle

Wenn hohe Schadenwerte, widersprüchliche Gutachten oder eine mögliche gerichtliche Auseinandersetzung eine besonders belastbare technische Grundlage verlangen, unterstützt LanCologne mit einer ergebnisoffenen und nachvollziehbaren IT-forensischen Untersuchung. Entscheidend ist nicht, welches Ergebnis erwartet wird, sondern welches Ergebnis die digitale Beweislage tatsächlich trägt.

Legal framework

Für die außergerichtliche Schadenprüfung ist insbesondere § 31 VVG relevant. Die Vorschrift betrifft nach Eintritt des Versicherungsfalls die zur Feststellung des Versicherungsfalls oder des Umfangs der Leistungspflicht erforderlichen Auskünfte sowie unter den gesetzlichen Voraussetzungen Belege. Daraus folgt kein pauschales Recht auf eine unbegrenzte forensische Durchsuchung sämtlicher Geräte, Accounts oder Kommunikationsdaten.

Je nach Sachverhalt können außerdem vertragliche Obliegenheiten und § 28 VVG sowie bei Schadenabwendung und Schadenminderung § 82 VVG eine Rolle spielen. Ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und welche Rechtsfolgen sich ergeben, ist eine juristische Bewertung. Die IT-Forensik sollte hierzu die zugrunde liegenden technischen Tatsachen feststellen, nicht selbst Leistungsfreiheit, Kürzung oder Deckung erklären.

Bei der Verarbeitung personenbezogener Daten sind insbesondere die Grundsätze aus Art. 5 DSGVO und eine tragfähige Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO zu beachten. Erforderlichkeit, Zweckbindung und Datenminimierung begrenzen auch technisch mögliche Untersuchungen.

Kommt es zum Zivilprozess, ist § 286 ZPO für die richterliche Beweiswürdigung zentral. Für die Feststellung eines Schadens und seiner Höhe kann § 287 ZPO Bedeutung haben. Ein von einer Versicherung eingeholtes Privatgutachten ersetzt die gerichtliche Beweisaufnahme oder Beweiswürdigung nicht. Seine fachliche Qualität steigt jedoch, wenn Datengrundlage, Methode, Befund und Aussagegrenzen transparent und überprüfbar dokumentiert sind.

Soweit ein gerichtlicher Sachverständiger tätig wird, gelten die prozessualen Regeln der ZPO für den Sachverständigenbeweis. Die Rolle eines privat beauftragten Parteigutachters ist hiervon sauber zu unterscheiden.

Frequently Asked Questions

Arbeitet LanCologne bei einem Versicherungsauftrag automatisch gegen den Versicherungsnehmer?+
Nein. Auftraggeber und Untersuchungsergebnis sind zwei verschiedene Dinge. Maßgeblich ist allein, was die vorhandenen und rechtmäßig untersuchten Daten tatsächlich belegen.
Kann LanCologne ein vorhandenes Gutachten widerlegen?+
Wir prüfen dessen tragende technische Aussagen. Das Ergebnis kann eine Bestätigung, eine teilweise Abweichung oder eine fachlich relevante Einschränkung sein. Ein Widerspruch wird nicht gesucht, sondern muss sich aus den Daten ergeben.
Was geschieht, wenn eine Beweisfrage technisch nicht sicher beantwortet werden kann?+
Dann wird genau dies dokumentiert und begründet. Eine offene Frage ist fachlich besser als eine scheinbar eindeutige Antwort, die von den Daten nicht getragen wird.
Ist ein LanCologne-Gutachten automatisch gerichtsfest?+
Kein Privatgutachten erhält allein durch eine Bezeichnung eine garantierte prozessuale Wirkung. Wir können aber durch transparente Datengrundlage, nachvollziehbare Methodik, klare Aussagegrenzen und reproduzierbare Befunde die fachliche Überprüfbarkeit sicherstellen.

LanCologne – IT-Forensik für Versicherungen

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